Care Center für Alltagshilfen
 

Helfer für das Care Center gesucht!
Ein Jahr nach dem Start des Hilfsprojektes ziehen die Mitarbeiter eine erste positive Bilanz.

Anderen Menschen zu helfen ist das erklärte Ziel der 35 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Care-Centers. 15 Helferinnen/Helfer kamen im vergangenen Jahr zum Einsatz und konnten in insgesamt 22 Fällen die Anfrage nach Hilfen erfüllen. Es handelte sich um Aufträge wie: Gartenpflege, Urlaubsbetreuung, Essen holen, Reinigungsarbeiten, Fahrdienst zu Therapien, Vorlesen, Spaziergänge, Rollstuhlfahrten.

Mit Hausbesuchen stellen Frau Henschel und Frau Schaebs vom Koordinationsteam den Kontakt zu den Hilfe suchenden Menschen her. Es hat sich herausgestellt, dass ein persönliches Gespräch die Vermittlung der Hilfeleistung erleichtert. „Manchmal kommen in so einem Gespräch noch andere Sorgen zu Tage, bei denen wir weiterhelfen bzw. weiter vermitteln können.“

Zu unserem Bedauern konnten wir noch keine Aufträge an unsere hilfsbereiten Jugendlichen weiterleiten, da die angefragten Hilfeleistungen immer am Vormittag oder in der Mittagszeit ausgeführt werden mussten, also während der Schulzeit.

Wir haben noch dringenden Bedarf an weiteren Helferinnen/Helfern mit Tagesfreizeit, die flexibel auch an mehreren Tagen der Woche einsatzbereit sind. Bei den meisten Anfragen nach Hilfeleistung handelt es sich um Einsätze, bei denen für begrenzte Zeit täglich oder 2-3 x wöchentlich eine Hilfe erforderlich wird. Haben Sie Zeit und Lust bei uns mitzumachen?

Rufen Sie uns an! Sie erreichen uns jeden Dienstag und Freitag von 10 Uhr bis 12 Uhr unter 93 99 039. Zu anderen Zeiten steht unser Anrufbeantworter bereit. Oder schicken Sie eine Mail an carecenter@wolfsburg.de.

 

Wer möchte seinen Lebensabend nicht dort verbringen, wo er sich am wohlsten fühlt, zu Hause?

Hilfsbedürftige Menschen sollen in der Bewältigung ihres Alltags unterstützt werden, der Verbleib in den „eigenen vier Wänden“ so lange wie möglich gewährleistet sein. Über unseren Krankenhausbesuchsdienst und den Besuchsdienst der Kirchengemeinde machen wir seit Jahren die Beobachtung, dass die stationäre Verweildauer in Kliniken und Krankenhäusern nach Operationen und Krankenbehandlungen immer kürzer wird.

Betroffene sind oft nicht in der Lage, die erforderlichen Alltagsaufgaben selbstständig zu regeln, wenn sie in ihr häusliches Umfeld zurückkehren. Aber nach Hause zurückkehren zu können ist ein Wunsch, den verständlicherweise fast jeder hat, selbst wenn der Ehepartner bereits verstorben ist oder die Kinder Ehmen längst „Ade“ gesagt haben.

Manchmal ist es auch so, dass es einigen älteren Menschen schwer fällt, einen Bedarf an hauswirtschaftlichen Versorgungsleistungen finanziell zu decken. Dies kann dann der Fall sein, wenn jemand ohne Pflegestufenzuordnung aus dem Krankenhaus entlassen wird und für hauswirtschaftliche Notwendigkeiten von dem Betroffenen keine Krankenkassenleistungen in Anspruch genommen werden können.

Zudem besteht für hauswirtschaftliche Dienstleistungen in unserem Ortsteil eine Versorgungslücke, die von pflegerisch-ambulanten Einrichtungen wie der Sozialstation des Deutschen Roten Kreuzes in Fallersleben personell kaum abgedeckt werden kann. Vertreterinnen der Sozialstation machten dies in einem Gespräch mit dem Initiativkreis deutlich. Das „Care–Center“ für Alltagshilfen möchte mit seinen Angeboten diese Situation abmildern, auch in Kooperation mit der DRK-Hauspflege. Entsprechend umfangreich ist der Katalog angebotener Hilfen: Begleitung bei Arzt– und Krankenhausbesuchen, Behördengänge, Einkaufen, Kochen, Plaudern und Vorlesen, Rollstuhlfahrten, Spazierengehen und Hilfe im Haushalt. Auch Kinderbetreuung ist möglich.
 

Ein ehrenamtlicher Initiativkreis mit vielfältigen beruflichen Kompetenzen, auch aus dem sozialen und gesundheitlichen Sektor, hat in den zurückliegenden Monaten das Projekt so weit entwickelt, dass es am 20. Mai starten kann. Im Gottesdienst am 11. Mai zum diesjährigen Pfingstfest wurden die Helferinnen und Helfer, die sich bislang für das Projekt zur Verfügung gestellt hattn, in ihren Dienst eingeführt. Inzwischen sind es 25. Weitere Freiwillige sind herzlich willkommen. Das Formular für Helferinnen und Helfer kann hier heruntergeladen und im Gemeindebüro abgegeben werden.

Das Projekt „Hilfen im Alltag“ möchte Menschen unterschiedlichen Alters die Mitarbeit in einem interessanten Betätigungsfeld der Freiwilligenarbeit anbieten. Für Ruheständler kann es nach dem Ausscheiden aus der Berufstätigkeit ein Feld für bürgerschaftliches Engagement sein. Erfreulicherweise haben bereits auch Jugendliche ihre Bereitschaft zur Mitarbeit erklärt.
Als zentrales Büro stellt die Kirchengemeinde im Gemeindehaus am Küsterberg 9 einen Raum mit PC und Kontakttelefon zur Verfügung. Hilfesuchende können sich telefonisch an das Büro der „Alltagshilfen“ dienstags und freitags in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr wenden. Außerhalb dieser Zeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet. Der Telefondienst hält die Anfrage der Hilfe suchenden Person und deren persönlichen Daten in einem Kurzprotokoll fest und vermittelt die erwünschte Hilfe. Die Hilfeleistenden sind zur Verschwiegenheit verpflichtet.
Die Hilfesuchenden bestimmen selbst Art, Umfang und den zeitlichen Rahmen der erwünschten Hilfeleistungen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten für den Einsatz ein Entgelt in Höhe von 10,- Euro für 1,5 Arbeitsstunden. Die Gewährung einer Hilfeleistung ist grundsätzlich aber nicht von der Zahlung des Entgeltes abhängig.
Uns ist wichtig, dass unbürokratisch und schnell den Betroffenen Hilfe angeboten werden kann, die in eine kritische und notvolle Alltagssituation geraten.
Die angebotenen Hilfen des „Care–Centers“ stehen unabhängig von Religionszugehörigkeit oder weltanschaulicher Orientierung allen Hilfe suchenden Bürgerinnen und Bürgern offen.

Sie erhalten in der St. Ludgeri-Gemeinde und vielen weiteren öffentlichen Auslegestellen auch ein Faltblatt, das die Öffentlichkeit über das Sozialprojekt noch einmal in besonderer Weise informiert.
Mit herzlichem Gruß
Ihr Pastor Hartmut Keitel