Lesenswertes aus der und rund um die St. Ludgeri Gemeinde

Die Gemeindestiftung

Das Kapital der St. Ludgeri Stiftung wurde in 2008 sehr gut vom Kirchenkreisamt verwaltet und war noch nicht von der Finanzkrise betroffen. Ein Gesamtvermögen von knapp 277.000 € brachte Erträge in Höhe von 10.830 €; dies entspricht einem Zinssatz von etwa 4%. Das Kuratorium beschloss am 16.08.2009, diese Mittel für die Förderung folgender Projekte zu verwenden:
Personalkosten (Diakonin, Pfarramtssekretärin) 5.600,-
Gemeindebrief-Layout 1.800,-
Baukosten (kleine Orgelrenovierung) 1.500,-
Ausstattung (neuer Verstärker für die Kirche) 1.291,26
Kapitalerhaltungsrücklage 639,-

Das Ergebnis für 2009 war nicht ganz so gut, das Vermögen konnte „nur“ 3,7% Zinsen abwerfen, es stehen für 2010 10.570 € zur Verfügung. Am Ende des Jahres 2009 betrug das Gesamtvermögen der Stiftung 290.000 €. Das Kuratorium hat in seiner Sitzung am 5. Mai 2010 über einen Teil dieser Mittel folgenden Beschluss gefasst:
Öffentlichkeitsarbeit (Homepage im Internet) 1.100,-
Gemeindebrief-Erstellung 1.800,-
Personalkosten für Pfarramtssekretärin 1.600,-
Neuinstallation PC-Hard- und Software im Büro 1.500,-

Über den Rest von 4.570,- € wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Es wurde auch eine Änderung der Satzung beraten, die aber nur die Verwaltung des Vermögens betrifft und zur Vereinfachung beiträgt. Nach der Genehmigung durch die Landeskirche in Hannover wird die Neufassung im Internet nachzulesen sein.
Übrigens: die Landeskirche Hannovers hat wieder bis Juni 2011 eine 3:1-Bonifizierung für Stiftungen ausgeschrieben.
Wir überlegen, ob wir wie im Jahr 2007 wieder eine Kampagne starten, bei der wir um Zustiftungen werben.

Auf nach Ehmen - Die neue Vikarin stellt sich vor

Eine Niedersachsenkarte. Darauf ein gelbes Fähnchen. Als Markierung für den Ort, der mein neues Zuhause werden sollte. Auf diese Art erfuhr ich am 10.August, dass ich hier bei Ihnen Vikarin werde. Der Ort, an dem sich mein Fähnchen befand, war Ehmen.

Mein Name ist Renata Pautsch. Aufgewachsen und zur Schule gegangen bin ich in Wolfsburg. Von daher ist mir die Stadt bestens bekannt. Nach meinem Abitur zog es mich nicht unmittelbar zur Theologie.

Nach einem zweisemestrigen Ausflug in die Rechtswissenschaft, merkte ich sehr schnell, dass dies nicht der richtige Weg für mich ist. Und so entschloss ich mich das Studienfach zu wechseln und Theologie zu studieren. Mein Studium habe ich in Göttingen absolviert. Dort habe ich auch meinen Mann Arne Pautsch kennengelernt, den ich im August vor zwei Jahren geheiratet habe. Ende September bin ich nach Wolfsburg gezogen.

Gegenwärtig mache ich mein Schulvikariat an der Grundschule in Ehmen. Ende Januar beginne ich dann mein Gemeindevikariat in Ihrer Gemeinde. Am 10. Januar 2010, am Neujahrsempfang, werde ich offiziell in Ihre Gemeinde eingeführt.

Das Vikariat gestaltet sich bis ins Frühjahr 2012 im Wechsel zwischen Ihrer Gemeinde und Zeiten im Predigerseminar in Loccum, in dem unser dreißigköpfiger Vikarskurs zu verschiedenen Themen miteinander lernt und arbeitet. Die Lebendigkeit und die Kreativität Ihrer Gemeinde stachen mir sofort ins Auge.

Ich bin gespannt auf die Wege, die ich hier während der nächsten zwei Jahre gehen werde, und freue mich auf die Begegnungen und Erfahrungen mit Ihnen.

Ihre Renata Pautsch

 
 

Die Feier des Abendmahles

hat in den letzten Jahren auch in unserer Kirchengemeinde an Bedeutung gewonnen. Die gestiegene Wertschätzung ist zu erkennen an der Anzahl der Teilnehmer an den Abendmahlsfeiern im Gottesdienst. 806 Abendmahlsgäste waren es im Jahr 2008. Die Gestaltung der Gottesdienste und der Abendmahlsfeiern sind vom Kirchenvorstand und vom Pfarramt im Rahmen des geltenden kirchlichen Rechtes gemeinsam zu verantworten. Grundsätzlich werden weltweit die gleichen Einsetzungsworte bei der Feier des Heiligen Abendmahls gesprochen. Die Abendmahlsfeier ist ein sichtbares Zeichen der Einheit mit Jesus Christus. Die überlieferten Worte und der Verzicht auf eigene Formulierungen weisen darauf hin, dass nicht wir die Einladenden sind, sondern Christus der Gastgeber ist. Eingeladen zur Teilnahme sind alle Getauften. Somit können Konfirmanden, ja auch Kinder zum Abendmahl zugelassen sein. Das Kinderabendmahl wurde von der Synode der Hannoverschen Landeskirche im Jahre 1979 beschlossen und wird in unserer Ehmer Kirchengemeinde seit August 2003 praktiziert. Die Sakramente werden grundsätzlich nur von ordinierten PastorInnen dargereicht. Unter besonderen Bedingungen können auch Vikare, Prädikanten und Diakone mit kirchenaufsichtlicher Genehmigung berechtigt sein, das Abendmahl auszuteilen.

Üblicherweise werden in den Gemeinden Wein im Gemeinschaftskelch und Oblaten gereicht.

In der KV-Klausur haben wir uns mit Fragen zur Form und den Elementen der Kommunion beschäftigt: Soll Wein oder Traubensaft gereicht werden? Oblaten oder Brot? Soll der bei uns übliche Gemeinschaftskelch oder sollen Einzelkelche Verwendung finden?

• Für den Gemeinschaftskelch spricht, dass er die Einheit mit Jesus Christus, die Einheit der Gemeinde und der Kirche symbolisch darstellt. Das Silber-Metall, aus dem die Kelche gefertigt sind, wirkt aufgrund seiner chemischen Herkunft sterilisierend und führt nicht zur Weitergabe von Keimen. Nicht zu unterschätzen sind aber persönliche Vorbehalte. Eine Möglichkeit, nicht aus dem Gemeinschaftskelch zu trinken, stellt die sog „Intinctio“ dar, bei der die Oblate in den Kelch eingetaucht wird.

• Die „Intinctio“ schließt die Verwendung von Brot bei der Abendmahlsfeier aus, denn unappetitliche Brotreste könnten im Gemeinschaftskelch eher zurückbleiben als es bei Oblaten zu erwarten ist. Um auch Allergikern die Teilnahme am Abendmahl zu ermöglichen, werden wir in Zukunft Maisoblaten anbieten.

• Bleibt noch die Frage, ob Wein oder Traubensaft gereicht werden soll. Nach dem Zeugnis der biblischen Berichte wird das Abendmahl mit Wein gefeiert. Aus seelsorgerlichen Gründen, z.B. bei der Teilnahme von Suchtgefährdeten oder Kindern, soll aber auch Traubensaft angeboten werden.

Nach eingehender Diskussion kam der Kirchenvorstand zu folgenden Beschlüssen:

• Bei den Abendmahlsfeiern wird weiterhin der Gemeinschaftskelch verwendet.

• Auf die Möglichkeit der „Intinctio“ wird hingewiesen.

• Es werden Wein und Traubensaft gleichzeitig angeboten.

Der Wein im großen, der Traubensaft im kleinen Gemeinschaftskelch.

• Als Oblaten werden Maisoblaten verwendet.

Gerald Schaebs

 

Trauerfeiern in der Kirche

 

Allen Kirchenmitgliedern steht die Kirche von montags bis freitags für Trauerfeiern zur Verfügung. Die Höhe der Nutzungsentschädigung für den Kirchenraum orientiert sich an der Gebühr, die von der Stadt Wolfsburg für die Nutzung der Kapelle des Südfriedhofes erhoben wird. Die Kirche kann auch für Trauerfeiern einer Mitgliedskirche der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen genutzt werden.

 
 

Ein ungewöhnliches Motiv vom Kirchplatz

Sogar aus höheren Regionen ist der schön gestaltete Platz zwischen der Kirche und dem Gemeindehaus mit dem angrenzenden begrünten Senkgarten ein Blickfang.  
Foto: Manfred Hensel

 
Straßenbenennungen im Neubaugebiet „Kerksiek“
Alte Flurnamen leben wieder auf 

Hier können Sie ein neues Fenster
mit dem Straßen-Übersichtsplan öffnen.

erstellt von E. Sprenger 2005
Ohne Gewähr!

Das im Norden von Ehmen und Mörse gelegene Baugebiet „Kerksiek“ ist die umfangreichste Siedlungserweiterung der Stadt Wolfsburg. Nach Fertigstellung aller geplanten Bauabschnitte sollen 800 neue Wohneinheiten entstanden sein. In einem ersten Abschnitt wurden zunächst 157 Baugrundstücke erschlossen. Baureif wurden sie schon im Laufe des IV. Quartals 2005. Die Stadt Wolfsburg hat auf Vorschlag des Ortsrates Ehmen – Mörse für das Baugebiet „Kerksiek“ neue Straßennamen festgelegt. Eine Arbeitsgemeinschaft „Flurnamen – Straßennamen“ war bemüht, die neuen Straßen möglichst nach den alten Flurbezeichnungen zu benennen, durch deren Bereiche sie führen. Leichte Abweichungen ließen sich nicht vermeiden. Die neuen Straßennamen im „Kerksiek“ kommen im Stadtgebiet Wolfsburg nur einmal vor. Der Arbeitsgemeinschaft gehörten neben Ortsbürgermeister Peter Kassel mit Frau Witte und Herrn Mielke zwei weitere Mitglieder des Ortsrates an. Sachkundiger Berater war der Heimatforscher Eberhard Sprenger. Die Straßennamen wurden nach alten Flurgewannen (d. h. Flurnamen) aus der Zeit der Dreifelderwirtschaft, des Weiteren aus der Zeit der Verkoppelung in den Jahren 1837 und 1846 und der Flurschätzung des Reichskatasters (1954) gewählt. Flurnamen dienten den Landwirten zur Orientierung bei der Feldbestellung und Ernte. Solche Flurnamen sind altes bäuerliches Kulturgut, das auch künftigen Generationen in Erinnerung bleiben möge.

 

Straßennamen im „Kerksiek“ in Richtung „West nach Ost“

Hungermorgen“: Diese Bezeichnung weist auf einen Boden von schlechter und magerer Qualität hin.

Feldscheide“: Bezeichnung der Feldgrenze auf dem südlichen „Hungermorgen“. Sie markiert zugleich auch die Wasserscheide auf der Anhöhe (NN 96,2 m).

Hilgenkamp“: Einst zur St. Ludgeri – Kirche in Ehmen gehörendes Land (hilge=heilig). In der Ersterwähnungsurkunde über Gimin (Ehmen) und Valareslebo (Fallersleben) von Kaiser Otto I. wird erwähnt, dass der Kaiser von seinem Allodialgut (Eigengut) der Kirche zu Fallersleben am 5. Oktober 942 fünf Hufe Land schenkte und dieses Land fünf Bauernfamilien aus Gimin (Ehmen) zuordnete. Eine Hufe umfasste 30 Morgen. Dieses Land ging dann als ewiges Besitztum an die Kirchengüter des Bistums Halberstadt über; mit dem „Kerksiek“ blieb es geschlossener Besitz der Kirche zu Ehmen. Erst in der Verkoppelungszeit 1846 wurde mit den Bauern von Ehmen und der Kirche eine Neuaufteilung und Verlagerung der Besitzverhältnisse vorgenommen.

Maschhoop“: „Masch“ bedeutet tief liegendes Gelände, dem Wasser einst abgewonnene Weiden und Wiesen. Hier liegt das Quellgebiet der „Sohlriede“, die über das Gelände der Firma „Baltin –Stauden“ fließt und dann verrohrt unter dem Sportplatzgelände und dem Hageteich der Mühlenriede zugeführt wird.

In den Dellen“: Unebenes, welliges Gelände, dass 100 m östlich der St. Ludgeri – Kirche“ liegt. „Hühnerwinkel“: Bezeichnung aus dem Ehmer Rezess von 1846, heißt eigentlich „Hühnerwinkelgarten“. Bezeichnung für das damals noch unbebaute Dreieck zwischen dem Schulweg und dem Sandberg an der alten Schmiede von H. Hartwig. Der Name weist wohl darauf hin, dass die Hofhühner der Anlieger sich dort tummelten.

Im Rohlande“: Vom Sumpf und Wald abgewonnenes neues Land, das für die Ackerbewirtschaftung noch nicht nutzbar war. Es musste dräniert werden. Es liegt unmittelbar neben dem „Maschhoop“.

Hinter dem Amtsgarten“: Gemeint ist das wellige Gelände hinter dem Amthof. Bis ins 19. Jahrhundert war es die Kontributionsstelle für die Gografschaft „Grevenlah“ in Ehmen, die zum Amt Fallersleben gehörte. Die Sammelstelle war die inzwischen abgebrochene Zehntscheune (zu „Gografschaft“ siehe die Erläuterungen zur „Grevenlahstraße“).

Hinter den Obstgärten“: Die Ackerleute Karwehl (Amthof ), Sommer und Witte richteten sich hier eine Obstwiese mit reichem Baumbestand ein.

An der Reuterweide“: Diese Bezeichnung weist auf eine Quelle mit einem stark wasserführenden Graben hin, die hier entspringt, mittlerweile aber verrohrt worden ist. Diese Quelle versorgte den Amthof mit Trinkwasser. Lüneburgische Reitertruppen, die in Ehmen einquartiert waren, versorgten auf dieser Wiese ihre Pferde mit Grünfutter.

Hinter dem Schulgarten“: Hier hatten die Ehmer Lehrer ihre zugewiesenen Hausgärten. „Grevenlahstraße“: Diese Straße erinnert an die Gografschaft „Grevenlah“ im Amte Fallersleben. Auch im „Hasenwinkel“ gab es eine Gografschaft. Beide Gografschaften stellten dem Amtmann in Fallersleben einen Gografen als Hilfsbeamten zur Verfügung. Die Gografen saßen mit bei Gericht und sorgten für Ruhe und Ordnung. Der Gograf war immer ein Bauer aus Ehmen, der von den Bauernschaften vorgeschlagen und vom Landdrosten bestätigt wurde. Der Gografschaft „Grevenlah“ unterstanden folgende Dörfer: Fallersleben, Sülfeld, Ehmen, Mörse, Sandkamp, Rothehof, Hattorf und Barnstorf. Das Gogericht wurde unter freiem Himmel auf dem „Griffloberg“ (auch Grevelahberg genannt) auf einer Düne, die mit Kiefern bewachsen war abgehalten (am heutigen Allerkanal). Ab 1848 wurde der Gerichtsort nach Fallersleben in das Gebäude des Amtsgerichtes auf dem Domänenhof (Schlosshof) verlegt.
Ludgeristraße“: Der „Heilige Liudger“ (742 bis 809) war von Anfang an der Namenspatron der Ehmer Ortskirche. Der Geistliche stammte aus einer vornehmen friesischen Familie. 792 berief ihn Karl der Große zum Leiter der Friesen- und Sachsenmission. 805 wurde er erster Bischof des neu geschaffenen Bistums Münster in Westfalen. Auf den hl. Liudger geht u.a. auch die Gründung von St. Ludgeri vor Helmstedt zurück. Die Ludgeristraße ist die führende Hauptstraße im Baugebiet „Kerksiek“. Die Ehmer Ludgeri–Kirche besaß einen größeren Flächenanteil im
neuen Baugebiet, der als Bauland veräußert wurde.

Am Kerksiek“: „Siek“ bedeutet feuchtes Land oder Wiese. „Kerk“ geht auf „Kirche“ zurück. „Kerksiek“ gibt dem gesamten Baugebiet seinen Namen. Es erstreckte sich ursprünglich von der „Fallersleber Straße“ bis an die Tongruben der Spedition Hansmann. Die Querspange von der Fallersleber Straße bis zur Salzwedeler Straße ist für diese Straßenbezeichnung vorgesehen. „Bockhorst“: Der Gedanke an einen „Bock“ liegt nahe. Die Bezeichnung leitet sich aber ab von „boc=Buche“. Die „Bockhorst“ ist ein Anhöhe. Sie liegt im südlichen Teil der Gemarkung Fallersleben. Der Straßenname wurde bereits 1970 vergeben. Durch die Straßenplanung wird sie nun weiter in Richtung Osten verlegt und soll künftig die Gemarkungsgrenze zwischen Ehmen und Mörse bilden. Hier zog ein alter Heerweg von Süden nach Norden.

Osterhoop“: Osterhoop bezeichnet eine feste Stelle im Sumpf bzw. ein gerodetes Waldstück. Seit dem 10. Jahrhundert ist diese Bezeichnung in Gebrauch. Die Bezeichnung „Hoop“ kommt in unserer Gegend häufig vor, auch in der Gemarkung Ehmen.

Keisershoop“: Diese Straße wird nach dem Ehmer Ackermann Keiser benannt, der verwandtschaftlich zu den Höfen Knigge und Karwehl gehört.

Wulfhagen“: „Wulf“ leitet sich vielleicht als Familienname ab oder deutet auf das Vorkommen eines Wolfes hin. „Hagen“ bedeutet Wald. Der Wulfhagen lag auf der einstigen Betriebsstätte der Ziegelei Ehmen, der heutigen „Spedition Hansmann“.

Küsterwiese“: Hier lag die Dienstwiese des Küsters der Ehmer Ortsgemeinde „St. Ludgeri“. Der Küster unterhielt im Nebenerwerb eine kleine Landwirtschaft und versah in Ehmen den Schuldienst in der Dorfschule. Das Küster- und Schulhaus wurde 1962 abgerissen. Heute steht dort das Pfarrhaus mit dem Gemeindebüro.

 

Auf dem Gebiet der Gemarkung Mörse liegen folgende Straßen:

Baumkamp“: Dieser Name bezeichnet ein Ackerstück, das mit hohen Bäumen umgrenzt war. „Heershop“: „Heers“ bedeutet Buschwald und „Hoop“ eine feste Stelle im Sumpf. „Ochsenkamp“: Damit wurde ein schwer beackerbares Feld bezeichnet, das nur zu gewissen Tageszeiten mit Ochsengespannen gepflügt werden konnte (ein solches Feld wurde deshalb auch „Stundenacker“ genannt).

Laagholz“: Mit „Laag“ bezeichnet man einen Waldrücken. Er war an dieser Stelle im 10. Jahrhundert der Rest des einstigen Nordwaldes, der sich vom Osterhoop von der östlichen Gemarkung Ehmen über das Mörser Laagholz bis zum Wolfsburger Laagberg erstreckte. In der Verkoppelung (Ehmen 1846, Mörse 1837) wurde alles in Ackerland umgewandelt. In Mörse ging das Gebiet in den „Großen Kley“ über.

Stemmloh“: „Stemm“ meint Stamm und „loh“ bedeutet Wald. So wurde der Wald im ehemaligen Luftwaffentanklager genannt. Ein Rest des „Ehmer Wäldchens“ besteht noch am heutigen Jugendtreff und dem Atelier Sterz.

Kleines Feld“: Auch der „Kleine Kamp“ genannt. Dies war ehemals der Name der Straße, die durch das Gebiet führte, auf dem heute die Sportanlagen in Mörse errichtet worden sind.